Myofasziale Triggerpunkttherapie

Die myofasziale Triggerpunkttherapie beschäftigt sich mit der Behandlung des myofaszialen Schmerzsyndroms (MSS). Sie geht von der Erkenntnis aus, dass ein beträchtlicher Teil der häufig unspezifischen Schmerzen am Bewegungsapparat in der Muskulatur entsteht. Ausgelöst durch traumatische Überdehnung oder eine chronische Belastung von Muskelanteilen entstehen, durch eine Funktionsstörung des Bindegliedes zwischen Nervenendigung und Muskulatur, der sogenannten motorischen Endplatte, extrem empfindliche Zonen. Diese lokalen Schmerzpunkte, die sogenannten myofaszialen Triggerpunkte, sind in einem Hartspannstrang der Skelettmuskulatur meist zu ertasten. Ihre mechanische Reizung führt oft zu einem Übertragungsschmerz in entfernten Körperregionen ("referred pain"). Durch eine geeignete Therapie lässt sich diese Pathologie auch nach langer Zeit beseitigen. Das myofasziale Schmerz Syndrom ist nicht mit der Fibromyalgie zu verwechseln.

Der Begriff »to trigger« stammt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch »auslösen«. Tatsächlich sind die Symptome eines Patienten mit manifestem myofaszialen Schmerzsyndrom (MFSS) durch Provokation eines Triggerpunktes (TrP) auslösbar.

Ein myofaszialer TrP wird als eine punktförmige, übererregbare Stelle im Verlauf eines Bündels angespannter Muskelfasern, auch Hartspannstrang genannt (»taut band«), beschrieben. Schon durch geringen Druck auf diesen Punkt werden im typischen Fall sowohl Schmerzen als auch eine lokale Zuckungsreaktion (»local twitch response«) eines TrP ausgelöst. Die derart hervorgerufenen Schmerzen äußern sich nicht nur lokal, sondern können auch in benachbarte Regionen ausstrahlen (»referred pain«).

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